Internationales Turnier in Chomutov

Chomutov / Frankfurt(O.) - Der Brandenburg-Cup ruft, am kommenden Wochenende werden die besten Juniorenringer aus zahlreichen Nationen in Frankfurt(O.) erwartet. Etwa 130 Griechisch-Römisch-Spezialisten aus 15 Nationen werden auch 2012 in der Brandenburg Halle im Sportzentrum von Frankfurt (Oder) für Spitzenkämpfe sorgen.

Für die deutschen Ringer gilt dieses hochdotierte FILA-Turnier als Nominierungskriterium zu den bevorstehenden Europameisterschaften, die im Juni in Zagreb ausgetragen werden. Mit Niklas Ohff (55 kg), Alexander Grebensikov (66 kg) und Christian John (120 kg) wollen auch die drei Deutschen Meister aus dem Leistungszentrum Frankfurt(O.) in Zagreb in die Kämpfe um die Titel und Medaillen eingreifen. Neben der DRB-Juniorenauswahl und den Athleten aus dem Stützpunkt Frankfurt(O.) werden zudem zahlreiche deutsche Ringer aus den DRB-Leistungszentren in Frankfurt(O.) erwartet.

Im Vorfeld des Brandenburg-Cups testeten die Junioren aus dem Stützpunkt Frankfurt(O.) beim Internationalen Turnierin Chomutov (CZE) ihr Leistungsvermögen, wo sich die Schützlinge der beiden Stützpunkttrainer Sebastian Möser (Junioren) und Heinz Thiel (Kadetten) eindrucksvoll in Szene setzten und am Ende bei 160 Teilnehmern aus 8 Nationen die Mannschaftswertung gewannen.

Vor allem Alexander Grebensikov (66 kg) setzte sich eindrucksvoll gegen die Konkurrenz durch und stand nach souveräner Leistung auf dem obersten Siegertreppchen. Dabei war gerade diese Gewichtsklasse bis 66 kg fest in der Hand des Leistungszentrums von der Oder, denn Lukas Bast gewann Silber, Felix Pflauger, der noch in der A-Jugend kämpft, schied zwar aus, kämpfte jedoch tapfer im Kreis der Junioren mit. Zwischen Grebensikov und Bast gab es ein spannendes Finale, Grebensikov behielt mit 4:0 und 2:0 in zwei Kampfrunden die Oberhand.

Auch Tim Bitterling (60 kg) ließ in seinen vier Begegnungen sein Können aufblitzen und wurde nach souveräner Vorstellung Turniersieger, was ihm viel Auftrieb geben sollte.

Niklas Ohff (55 kg) kämpfte in Chomutov eine Gewichtsklasse höher als sonst, setzte dort jedoch ein dickes Achtungszeichen mit dem Silberrang, der stark zu Gold tendierte. Im ersten Duell bezwang der Deutsche Meister den Tschechen Zacharias, danach auch die beiden Erzgebirger Hoffmann (Gelenau), sowie den letztjährigen EM-Teilnehmer Haase (Thalheim). Erst im Finale wurde Ohff gestoppt und in 1:2 Runden noch auf den Silberrang abgedrängt.

Der Bronzemedaillengewinner der letztjährigen Kadetten-EM Nico Brunner (84 kg) gewann die Silbermedaille in seinem Limit, musste sich nach vier klaren Siegen im Finalduell gegen Maximilian Schwabe (KSV Pausa) auf Grund eines taktischen Fehlers in der 2. Runde geschlagen geben. Florian Görsch, der ebenfalls im Limit bis 84 kg antrat musste nach dem ersten Duell verletzt aufgeben, sonst hätte wohl auch dieser junge Ringer um die Medaillenvergabe gekämpft. Mit einem Sieg und einer Niederlage beendete Christoph Matz (96 kg) das Turnier in Chomutov auf dem Bronzerang, ebenso wie die beiden Weltergewichtler Felix Wolf und Nils Böhm. Für die beiden Letztgenannten gab es am Ende gar ein Sonderlob des Trainers; „... das waren hervorragende Kämpfe, wobei Nils Böhm zum jungen Jahrgang seiner Altersklasse gehört und Felix Wolf noch nicht das volle Weltergewicht erreicht hat“.

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Alexander Grebensikov glänzt in seinen Kämpfen mit schnellen Angriffen an die Hüfte des Gegners und kann sich am Ende aussuchen, wohin er seine Kontrahenten wirft. Souverän wurde der Ringer vom SAV Torgelow, der im Leistungszentrum Frankfurt(O.) lernt und trainiert, Deutscher Meister und will sich nun über den heimischen Brandenburg-Cup in Frankfurt(O.) das Ticket für die diesjährige Junioren-EM sichern.