KG-Ringer unterliegen in Artern und sind in Zugzwang


Artern - „Kann sein, dass sich einige meiner jungen Athleten schon zu sicher in den Medaillenrängen gefühlt haben, das 16:22 beim AC Germania Artern ist da wohl der Schuss vorm Bug zur rechten Zeit“, erklärt Sebastian Möser,

Trainer des Regionalligateams der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt und wirkte nach der Auswärtsniederlage recht ‚angefressen‘. „Wir hätten in Artern, also beim direkten Verfolger, die Bronzemedaille klar machen – und ohne Druck in die letzten beiden Heimbegegnungen gehen können“, ärgerte sich der Coach.

Doch zum Sieg fehlten ihm diesmal die Freistilspezialisten aus Luckenwalde, die zu einem Einzelwettkampf unterwegs waren und nicht mit nach Artern kommen konnten. Nur LSC-Schwergewichtler Marcel Böhme (120 kg) kämpfte nach langer Verletzungspause erstmals wieder mit, bei seiner 0:3-Niederlage gegen den einstigen Deutschen Jugendmeister Daniel Geist, merkte man dem jungen Ringer das Trainingsdefizit noch deutlich an.

Mit der Niederlage in Artern schmolz der Vorsprung zum AC Germania auf drei Punkte und die Kampfgemeinschaft aus Frankfurt(O.), Eisenhüttenstadt muss nun in den letzten beiden Begegnungen am 1.12. gegen den Tabellenletzten WKG Leipzig/Taucha und am 8.12. im Brandenburg-Derby gegen den RC Germania Potsdam noch einmal alles geben, um nicht die Medaille in letzter Sekunde noch aus der Hand zu geben.

In Artern siegten Paul Fischer (55 kg), Alexander Grebensikov (66 kg/GR), Richard Mahn (84 kg/GR) und Christoph Matz (96 kg/GR) für die KG. „Tim Bitterling hat sich auch in der ungewohnten freien Stilart trotz Niederlage gut verkauft“, lobte Trainer Möser den Federgewichtler, der gegen den Freistilspezialisten Stephan Knopf beim 2:3, zwei Rundengewinne verbuchen konnte.