Erzieher im Sportinternat Ffo dicht bei den Sportschülern


Es ist wieder soweit, die Ringer machen Werbung für den leistungssportlichen Weg in Frankfurt(O.), Talente aus Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt und natürlich aus Brandenburg selbst kommen in die Odermetropole,

um sich über die sportlichen- und schulischen Möglichkeiten im Sportzentrum Frankfurt(O.) zu informieren.


„Frankfurt(O.) hat in der Ringerfamilie einen guten Ruf, junge Ringer aus Bayern, Hessen, oder aus Nordrhein-Westfalen kommen hierher, um sich ausbilden zu lassen“, freut sich Lehrertrainer Harald Stern, der für die jüngsten Jahrgänge zuständig ist, über den regen Zuspruch. Auch in diesem Jahr waren es wieder knapp 40 Talente, die den Tag der offenen Tür nutzten, um sich zusammen mit ihren Eltern einmal umzusehen, aber auch zu zeigen, was man selbst schon drauf hat.

Neben einen allgemeinen- und speziellen Leistungstest, konnten die Youngster schon einmal Schule und Internat ansehen. „Die meisten Athleten kommen nach wie vor aus anderen Bundesländern und da macht sich der Aufenthalt im Internat unumgänglich“, so Internatsleiter Frank Noack, gerade erst 50 Jahre jung geworden weiß, das es den meisten Eltern schon recht schwer fällt, ihre Sprößlinge in ‚fremde Hände‘ zu geben. Doch die Sorgenfalten werden schnell geglättet, denn schon bei der ‚Einführung ins Internatsleben‘ wird deutlich; das passt schon. Eine Mischung aus erfahrenen Erziehern, aber auch jungen, dynamischen Mitarbeitern, die der mitunter verrückten Welt der Jugendlichen noch sehr nahe stehen, räumen Vorbehalte und auch Furcht schnell aus. „Natürlich gibt es Heimweh, natürlich gibt es auch Jugendliche, die noch nicht reif genug sind, alle Hürden des Internatslebens zu meistern, aber wir versuchen auf die Belange und Wünsche der Mädchen und Jungen einzugehen“, hat Erzieherin Dagmar Mohamed gemeinsam mit vielen Schülerinnen und Schülern schon alle Höhen und Tiefen durchlebt.

„Der kurze Draht ist es, der zwischen Schule, Sport und Internat gelegt ist“, weiß auch Lehrertrainer Heinz Thiel die Zusammenarbeit zu schätzen. Da ist sich auch Erzieher Matthias Lebuser nicht zu schade, den Ringerbus der B-Jugendlichen bis nach Torgelow zu den Deutschen Meisterschaften zu chauffieren-, aber auch darüber hinaus, bis ins Trainingslager nach Dänemark. Den ‚kurzen Draht‘ zu den ‚Jungen Wilden‘ hat er damit automatisch. „Die leisten hier mit Schule und Sport, fern der Heimat einiges“, hat Internatsleiter Frank Noack Respekt vor den Jungs, versucht jedoch zugleich mit seinen Kollegen Regeln, Ordnung, aber auch Disziplin zu vermitteln. „Klappt nicht gleich bei Jedem, doch der stete Tropfen höhlt den Stein“, freut sich auch Erzieher Ingolf Schöllner, einst selbst Ringer, wenn die Youngster freundlich grüßen, im Winter freiwillig Mützen tragen und die Zimmer halbwegs aufgeräumt sind.

Auch an anderer Stelle zeigen Noacks Kollegen und Kolleginnen Flagge zum Sport – beim Tag der offenen Tür wurde auch gleichzeitig eine Deutsche Meisterschaft der Nachwuchs-Gewichtheber ausgetragen. Da versorgten die Erzieherinnen aus dem Internat die hungrigen Sportler und Zuschauer am Imbiss mit leckerem, selbstgebackenen Kuchen, Gekochtem, Gegrilltem und Getränken, während die männlichen Kollegen den jungen Athleten kräftig die Daumen drückten. Derweilen stellten am gleichen Tag die Schüler aus den älteren Jahrgängen ihre Sportarten in der Brandenburg-Halle vor und die neugierigen Talente konnten auch bei den Ringern schon mal schauen, wohin der leistungssportliche Weg führen kann. Schließlich war Junioren-Europameister Christian John und die Vize-Europameisterin der Kadettinnen, Francy Rädelt mit auf der Ringermatte und präsentierten ihren Sport.

Viele Eltern dürften um einige Sorgen leichter wieder nach Hause gereist sein immerhin ist die beste Werbung die sportliche Leistung selbst. In Frankfurt(O.) gibt es ein gutes Umfeld, um eben diese sportliche Leistung zu erreichen. Kämpfen müssen die ‚Jungen Wilden‘ dann selbst, in der Schule, im Internat und im Sport.