Zweimal Platz fünf bei EM und gute Noten für Erik Weiß



Tiblissi – Der Deutsche Ringer- Bund nominierte für die Europameisterschaften der Männer und Frauen vier Athleten des Ringer-Verbandes Brandenburg. Nachdem Eileen Friedrich(51g/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) und Nick Matuhin (120 kg/FR/1. Luckenwalder SC)  fünfte Ränge erreicht hatten und damit knapp an Edelmetall scheiterten, wollte am 5. Kampftag auch Erik Weiß (60 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) sein Können unter Beweis stellen.

Hochmotiviert ging er in sein erstes Duell gegen den Tschechen Michal Novak zu Werke und kam zu einem souveränen 2:0-Rundenerfolg. Doch im zweiten Kampf wartete mit dem Ukrainer Lenur Temirov ein starker Kontrahent, gegen dessen starke Angriffe zur Hüfte kein Kraut gewachsen war. Erik Weiß holte gegen den WM-Dritten von 2010 und Olympiateilnehmer von 2012 die zweite Runde mit 1:0, nachdem er den ersten Durchgang erst Sekunden vor dem Pausengong mit 1:1 auf Grund der zuletzt vergebenen Wertung  verloren hatte.

In der dritten, entscheidenden Runde gab es einen Kampf auf Messers Schneide, Weiß marschierte vorwärts, doch die Passivitätsverwarnung an den Ukrainer blieb aus. So gelang es nicht, den 0:1-Rückstand aufzuholen und Temirov erkämpfte sich den Einzug in ins Viertelfinale.

Erik Weiß musste nun dem Ukrainer die Daumen drücken, denn nur wenn Temirov das Finale erreicht, wäre es auch für den Frankfurter in der Hoffnungsrunde weiter gegangen. Doch es  sollte nicht sein, Temirov wurde im Halbfinale vom Russen Ivan Kuylakov in 1:2 Runden ausgebremst und für Erik Weiß war das EM-Turnier damit beendet.

„Ich bin vorwärts gegangen, habe ihn bedrängt, doch eine Lücke, um entscheidend zu punkten hat er mir nicht gelassen“, ärgerte sich der Frankfurter.  „Knackpunkt war die erste Runde, wenn er die gewinnt, dann bezwingt er den Olympiateilnehmer von 2012, da bin ich mir sicher“, so der mitgereiste Trainer Sebastian Möser. „Er ist nicht weit von der Spitze weg, es war nur ein kleiner Fehler, der den Sieg- und das Weiterkommen kostete- und Temirov ist schließlich noch bis ins Halbinale marschiert“, so die Analyse Mösers.

„Ich war zufrieden mit Erik, am Ende war es nur eine Kleinigkeit die ihm vom Sieg trennte und ein solcher Erfolg gegen so einen Spitzenathleten würde ihm sehr gut tun und zusätzlich  Motivieren“, so auch das Lob von Bundestrainer Michael Carl.

Zwei fünfte Ränge, sowie zwei kampfbetonte Einsätze von Emanuel Krause (55 kg//FR/1. Luckenwalder SC) und Erik Weiß, Leistungen, auf die es in den beiden brandenburgischen  Leistungszentren aufzubauen gilt. Und schließlich lauern in Luckenwalde und Frankfurt(O.) noch eine ganze Reihe weiterer Athleten auf eine Einsatzchance in den Auswahlteams,
wobei die neuen Trainer ein offenes Ohr für derartige Zielstellungen haben. Brandenburg ist gut aufgestellt.