Francy Rädelt gewinnt Grand Prix in Dormagen


Dormagen – 140 Frauen und Juniorinnen aus 22 Nationen waren am vergangenen Wochenende nach Dormagen gekommen, weitere 122 Kadettinnen ließen den Grand Prix der Frauen und Mädchen einmal mehr zu einem der größten Ringerwettkämpfe im weiblichen Ringkampf anwachsen. 

„Das Niveau ist sehr gut, vor allem die Skandinavier, aber auch Russland, Kasachstan, Frankreich, die Türken und Kanada sind mit sehr starken Mannschaften angereist“, zeigte sich der Vereinsvorsitzende des ausrichtenden AC Ückerath, Detlev Zenk über die weltweite Resonanz erfreut.
  
„Eine gute Möglichkeit für unsere Damen, sich in diesem Weltklassefeld – aber auch auf heimischen Matten zu präsentieren und ihre Leistungsfähigkeit kurz vor den anstehenden internationalen Meisterschaften nachzuweisen“, so Frauen-Bundestrainer Nicolae Ghita, der gemeinsam mit Alexandra Engelhardt und Parick Loes zum Beginn diesen Jahres die DRB-Frauen und Juniorinnen übernommen hat.   

Bei den Kadettinnen sorgten Francy Rädelt (72 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) für einen deutschen Turniersieg im schwersten Limit, die Nachwuchsringerin blieb in ihren stark besetzten Gewichtsklassen ungeschlagen. Im Finalduell bezwang Francy Rädelt die Russin Arina Babkina mit 1:0 und 3:0 Punkten in zwei Runden. In ihren Vorrundenkämpfen setzte sich Francy Rädelt gegen 5 Kontrahentinnen aus Kasachstan, Frankreich, Deutschland und Polen durch und sammelte insgesamt 46:3 Wertungspunkte.   
 
Eveline Neumann (60 kg/RC Cottbus) auf Rang fünf, sowie Luzie Manzke (60 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) und Debora Lawnitzak (56 kg/Berlin), die 6. Plätze erkämpften und allesamt im Leistungszentrum Frankfurt(O.) trainieren, hatten Anteil am 2. Platz der DRB-Kadettinnen in der Länderwertung hinter den starken Ringerinnen aus Russland, aber noch vor Polen, Kasachstan und Frankreich. Luzie Manzke hatte sich im Wettkampfverlauf an der Schulter verletzt und wurde vorsorglich aus dem 'Rennen' genommen und selbst Eveline Neumann hatte bei ihrer knappen Punktniederlage gegen die Schwedin Alexandra Sandahl die Chance, sich bis in die Medaillenränge vorzukämpfen.

Einen vierten Platz fügte Annika Schmidt (44 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) der deutschen Bilanz bei den Frauen im leichtesten Limit bis 44 kg hinzu, die Kategorie der kleinen Ringerin, die im Leistungszentrum Frankfurt/O. unter den Fittichen von Michael Kothe trainiert, war allerdings nicht so stark besetzt, wie die anderen 7 Gewichtsklassen, die mit durchschnittlich 20 Starterinnen starke Teilnehmerfelder aufwiesen. Dennoch sorgte auch die Deutsche Meisterin  mit ihrer Platzierung für einen guten vierten Rang des DRB-Frauenteams, hinter Russland,
Weißrussland und Kanada.

Nicht im vorderen Feld konnte sich bei den Frauen die EM-Fünfte Eileen Friedrich (51 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) platzieren, die ein schweres Los erwischte und gleich im ersten Duell gegen Vlada Vydrenko (Weißrussland) anzutreten hatte, gegen die sie nach spannenden 1:2 Runden nur knapp das Nachsehen hatte und ausschied. Auch Franziska Berger (56 kg/Berlin/Leistungszentrum Frankfurt/O.) musste nach zwei Niederlagen passen

"Im Hinblick auf die anstehenden, internationalen Titelkämpfe hatte der Grand Prix in Dormagen für unsere Ringerinnen Trainingscharakter, jede Ringerin hatte eine große Anzahl von Kämpfen gegen Spitzenringerinnen zu bestreiten und Wettkampferfahrungen zu sammeln", zeigte sich Stützpunkttrainer Michael Kothe mit den Ergebnissen seiner Ringerdamen in Dormagen zufrieden.

„Es waren Wettkämpfe auf sehr gutem Nieveau, mit vielen Spitzenringerinnen und großen Teilnehmerfeldern“, zeigte sich der FILA-Beauftragte Claude Alain Putallaz (Schweiz) zufrieden und freute sich auch über den internationalen Zusammenhalt, mit dem bei der Eröffnung des Grand Prix der Kampf um den Verbleib des Ringens im olympischen Programm über 2016 hinaus unterstrichen wurde.