Frankfurt hat viele ‚heiße Eisen‘ im Feuer


Frankfurt(O.) - Frankfurt(O.) ist am Wochenende fest in der Hand der Ringer, denn in der Brandenburg-Halle im Sportzentrum der Oder-Metropole wird der Brandenburg-Cup der Junioren im griechisch-römischen Stil ausgetragen. 120 Ringer aus 12 Nationen haben Athleten zu diesem Event gemeldet, dass einmal mehr in allen 8 Gewichtsklassen hervorragend besetzt ist.


Doch auch die deutschen Ringer machen sich Hoffnungen auf vordere Platzierungen, ist dieser Wettkampf für die Spitzenathleten aus den Leistungszentren Aschaffenburg, Freiburg, Saarbrücken und natürlich aus dem Leistungszentrum Frankfurt(O.) eine gute Standortbestimmung gegen internationale Konkurrenz auf heimischen Matten, wobei Nachwuchs-Bundestrainer Maik Bullmann den Brandenburg-Cup wie in den Vorjahren zum Anlass nimmt, sein Junioren-Team für die Europameisterschaft zu nominieren, die vom 1.-7. Juli in Skopje (Mazedonien) ausgetragen wird.

„Für unsere Ringer eine gute Möglichkeit, sich auf heimischen Matten mit guten Leistungen gegen internationale Konkurrenz ins Notizbuch von Nachwuchs-Bundestrainer Maik Bullmann zu kämpfen“, hat Frankfurt‘s Stützpunkttrainer Sebastian Möser mit Alexander Grebensikov, Tim Bitterling, Niklas Ohff (alle 60 kg), Toni Ploke, Lukas Bast, Daniel Schlemmer (alle 66 kg), Felix Pflauger, Francis Weinhold (beide 74 kg), Nico Brunner (84 kg), Christoph Matz (96 kg) und dem Junioren-Europameister des Vorjahres Christian John heiße Eisen im Feuer. „Nach guten Ergebnissen bei den Deutschen Meisterschaften ist nun der internationale Nachweis gefragt“, hofft Möser, dass sich möglichst viele seiner Athleten in die DRB-Auswahl kämpfen. Im Blickpunkt stehen dabei vor allem der Deutsche Meister diesen Jahres, Alexander Grebensikov, Vizemeister Lukas Bast, der erst das erste Jahr im Juniorenbereich kämpft, sowie Schwergewichtler Christian John, der nach langer Verletzungsphase (Handbruch) pünktlich vor der EM in Skopje wieder im Wettkampfbetrieb steht.

Spannend wird am Samstag auch, wie das neue Regelwerk ankommt, dass am 18. Mai vom Weltverband der Ringer (FILA) auf den Weg gebracht wurde und beim Brandenburg-Cup erstmals bei einem großen Turnier zur Anwendung kommt. Unter dem neuen FILA-Präsidenten Nenad Lalovic (Serbien) wurden nach dem Vorschlag der IOC-Exekutive vom Februar, Ringen aus dem olympischen Programm zu streichen, Sofortmaßnahmen beschlossen, die die internationale Protestwelle unterstreichen soll. Ein erster Teilerfolg gelang den Ringern am 29. Mai in St. Petersburg (RUS), als die gleiche IOC-Exekutive die Aktivitäten der Ringer würdigte, indem sie Ringen gemeinsam mit Baseball/Softball und Squash auf die ‚Short-List‘ setzte. Nun müssen die IOC-Mitglieder bei ihrer Vollversammlung am 7. September entscheiden, welche der drei Vorschläge über 2016 hinaus zu den 25 olympischen Kernsportarten gehört.

Die Regeländerungen sollen die Kämpfe verständlicher-, aber auch offensiver machen. Ab sofort wird in 2 Halbzeiten zu je 3 Minuten gerungen, wobei die Punkte durchgängig gezählt werden und nicht wie bisher Rundenweise. Auch bei Passivitätsverwarnungen hat der ermahnte Ringer 30 Sekunden Zeit, eine Wertung zu erzielen, schafft er es nicht, erhält sein Gegner einen Wertungspunkt. Bisher bekam der Kontrahent diesen Zähler sofort zugesprochen. Auch kleinere Änderungen an der Punktvergabe sollen die Attraktivität der Ringkämpfe erhöhen.

Die Sympathiewelle ‚pro Ringen‘ war in den letzten Wochen und Monaten enorm, nun hoffen wir, dass die sportinteressierten Frankfurter auch mit den Füßen abstimmen und zahlreich in die Brandenburg-Halle, Stendaler Straße kommen, um sich die Kämpfe anzusehen“, hofft Organisationsleiter Klaus-Peter Kossow auf zahlreicheZuschauer.

Ab 9 Uhr beginnen die Wettkämpfe mit der Qualifikation und den Ausscheidungsbegegnungen, in der Nachmittagsveranstaltung ab 15 Uhr werden die Halbfinals, Hoffnungsrunden und Finals ausgetragen, der Eintritt ist frei.