KG FFO/EHS stürmt an die Tabellenspitze


Berlin – Die ‚Jungen Wilden‘ der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt sind in der Regionalliga Mitteldeutschland nicht zu bremsen, gegen den SV Luftfahrt Berlin gab es den dritten Sieg,

im dritten Kampf der noch jungen Saison.

„Das es nicht so weiter geht, ist uns auch klar, dennoch – wir feiern die Siege wie sie kommen und freuen uns darüber, wie sich unsere Youngster in dieser Kampfklasse schlagen“, so Trainer Felix Thätner nach dem 21:19-Auwärtssieg beim SV Luftfahrt Berlin.
In der Hauptstadt standen sich zwei junge Teams gegenüber, nachdem der Großteil des Kaders den SV Luftfahrt nach dem Rückzug aus der 1. Bundesliga in Richtung Zweitbundesligist RSV Rotation Greiz verließ, vollziehen die Berliner nun einen Neustart in der Regionalliga mit jungen Athleten aus der eigenen Talentschmiede. Nur Pavel Szwenk und Lukasz Dublinowski waren aus dem Aufgebot der letzten Jahre geblieben.
 

Gleich sieben Jugendliche zierten die Aufstellung des SV Luftfahrt, sechs Athleten aus dem Jugendbereich bot die KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt in Berlin auf, dazu zwei Ringer aus der U 23.
Gleich zum Beginn ein Duell, das es in sich hatte, Tom Learz (55 kg/FR) bezwang seinen Berliner Kontrahenten Adam Daraev mit ‚sage und schreibe‘ 18:11. Derartige Punktstände sind dem neuen Reglement zuzuschreiben, noch vor einem Jahr gab es Begegnungen zwischen Mannschaften, in denen insgesamt keine 29 Wertungspunkte fielen.
Pavel Szwenk (120 kg/GR) ließ seine Klasse aufblitzen und brachte Frankfurt‘s Schwergewichtler Werner Liebner die erste Niederlage bei. Noch in der ersten Runde wurde die Begegnung wegen technischer Überlegenheit (13:0) des Polen in den Reihen des SV Luftfahrt abgebrochen. Doch Michael Schmieder (60 kg/GR) wendete das Blatt gleich wieder zu Gunsten der Gäste von der Oder, nach nur einer Minute hatte der KG-Ringer gegen Til Hübner 12 Punkte zur technischen Überlegenheit gesammelt. Zwischenstand Berlin – Frankfurt/Eisenhüttenstadt: 5:7.
Im steten Führungswechsel ging es zur Freude der etwa 80 Zuschauer in der Sporthalle Merlitzstraße in Adlershof weiter, Lukasz Dublinowski (96 kg/FR) ließ dem Luckenwalder Nachwuchsringer Ilja Matuhin keine Chance und holte die Führung für Luftfahrt, mit einem Überlegenheitssieg zum 9:7 zurück und auch Til Neumann (66 kg/FR) musste gegen Doa Küksar eine klare Niederlage hinnehmen, der SV Luftfahrt lag zur Pause mit 13:7 in Führung.

Als zum Beginn der zweiten Hälfte des Kampfabends auch Stephan Hanke (84 kg/GR) gegen seinen Trainingspartner Simon Papsdorf, der ebenfalls im Leistungszentrum Frankfurt(O.) trainiert mit 5:15 unterlag, sah Trainer Felix Thätner die Felle für sein Team schon davon schwimmen, erst recht, als auch Lucas Fauth (66 kg/GR) gegen Johnny Roßbach mit 3:8 unterlag und die Hauptstädter ihre Führung auf  19:9 nach oben schraubten.
Doch dann der Endspurt der KG-Ringer; Patrick Nagler (84 kg/FR) punktete seinen Kontrahenten Andre Piotrowski kurz vor Ende der ersten Runde mit 13:2 aus und auch Sebastian Nehls (74 kg/FR) schaffte einen Überlegenheitssieg, wobei die 4 Mannschaftspunkte für die KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt schon an der Waage feststanden, da Berlins Marvin van Prondzinski mit Übergewicht antrat. Beim Stand von 19:17 für Berlin ging Martin Knoblich (74 kg/GR) im letzten Duell des Abends gegen Tim Knobloch auf die Matte und der junge KG-Ringer, der schon in den ersten beiden Begegnungen mit schönen Techniken zu überzeugen wusste, schaffte nach 2:45 Minuten einen umjubelten Schultersieg zum 21:19-Sieg für die Thätner-Schützlinge.

„Wir müssen natürlich mit den Füßen auf dem Boden bleiben, auch Gelenau ist noch ungeschlagen, hat nur einen Kampf weniger bestritten, doch ich finde nach dem 3. Kampftag haben wir einen sogenannten ‚Traumstart‘ hingelegt“, freute sich Felix Thätner, dessen Team am kommenden Samstag die WKG Leipzig/Taucha II empfängt.