KG-Ringer unterliegen ohne Freistilspezialisten den ‚Luftfahrern‘ aus Berlin

Frankfurt(O.) - Die Regionalligaringer der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt haben ihren Heimkampf gegen den SV Luftfahrt Berlin mit 17:23 verloren und rutschen damit in der Tabelle auf Rang drei ab.

Wie im Fußball gibt es auch im Ringkampfsport Favoriten und Außenseiter, Duelle auf Augenhöhe, aber auch unvorhersehbare Ergebnisse – sprich Überraschungen.
Die KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt ging am Samstagabend in der Brandenburg-Halle gegen den SV Luftfahrt Berlin mit ‚leichtem Favoritenstatus‘ des Tabellenzweiten gegen den Vierten auf die Matte. Doch diesmal fehlten der KG die Freistilspezialisten aus Luckenwalde, ohne die es gegen die Hauptstädter nicht zum Sieg reichte. Dennoch sollte es ein Duell auf Messers Schneide werden.

Roy Lehmann (55 kg/GR) holte gegen den Berliner Niklas Kaltenborn nach knapp einer Minute 12:0 Zähler, was den Abbruch durch technische Überlegenheit nach sich zog, vier Mannschaftspunkte wanderten auf das Konto der Gastgeber. Marcel Böhme stand der KG im Schwergewicht nicht zur Verfügung und so kämpfte Werner Liebner (120 kg) im ungewohnten Freistil gegen Lukasz Dublinowski. Der Deutschpole agierte mit Beinangriffen und Hebeln im Bodenkampf, denen der Frankfurter nur seinen Kampfgeist entgegenzusetzen hatte. Nach zwei Minuten stand der Überlegenheitssieg des Berliners fest.
Auch Michael Schmieder (60 kg/FR) stand gegen Freistilspezialist Adam Daraev auf verlorenem Posten, Berlin zog mit 8:4 in Front und erhöhte gar auf 12:4, denn Pawel Szwenk, der neben Lukasz Dublinoweski aus dem Erstligateam der Hauptstädter beim SV Luftfahrt verlieb, bezwang den 17-jährigen Tobias Hosenfelder im Limit bis 96 kg/GR kurz nach Beginn der zweiten Runde durch technische Überlegenheit. Erst Paul Fischer (66 kg/GR) punktete für die KG, indem er Doa Küksar 6 Sekunden vor Kampfende die endscheitende Wertung zur technischen Überlegenheit abnahm. Pausenstand 12:8 für die Gäste aus Berlin.

Dann war es Patrick Nagler (84 kg/FR), der seinen Kontrahenten Andre Piotrowski nach 3:59 Minuten auf beide Schultern drückte und zum 12:12 ausglich. Lucas Fauth (66 kg/FR) musste im Freistil aushelfen, unterlag jedoch gegen Cyrill Kummer. Dann wollte  David Ignatius (84 kg/GR) erneut ausgleichen, doch der Frankfurter, der im Vorjahr noch beim SV Luftfahrt in der 1. Bundesliga unter Vertrag stand, verletzte sich bei einem Wurfversuch von Simon Paapsdorf, der wie Ignatius im Leistungszentrum Frankfurt(O.) trainiert und musste den Kampf aufgeben. Damit war die Niederlage der KG quasi besiegelt, zudem Lukas Zipfel (74 kg/GR) gegen Tim Knobloch mit 8:3 Wertungspunkten unterlag.
Frankfurt's Schlussringer Arne Keller (74 kg/FR) wurde nach vier Sekunden zum Sieger erklärt, da sein Kontrahent gleich zu Beginn des Kampfes aufgab. Doch diese vier Punkte waren nur noch Ergebniskosmetik zum 17:23.

„Ohne die Verstärkungen aus Luckenwalde im Freistil wird es schwer für uns, dennoch waren wir an Berlin dran und hätten fast noch gewonnen, wenn sich David Ignatius nicht verletzt hätte“, so Mannschaftsleiter Michael Brokowski, der hofft, das die Freistilspezialisten aus Luckenwalde, aber auch David Ignatius ihre Verletzungen schnell auskurieren und dem Team bald wieder zur Verfügung stehen.