Vier Siege für DRB-Ringer Nur Niklas Ohff holt für Frankfurter Stützpunkt Bronze

Frankfurt(O.) - Gleich vier Mal standen am Samstagabend, bei der Siegerehrung des Brandenburg-Cups der Junioren im griechisch-römischen Stil, deutsche Ringer auf dem obersten Siegertreppchen. Dabei war die Konkurrenz wie erwartet sehr stark, insgesamt traten 100 Ringer aus 12 Nationen in der Brandenburghalle auf die Matten.
Damit hat dieser Wettkampf einmal mehr bewiesen, dass er zu den Höhepunkten der europäischen Ringerlandschaft gehört.

Aus Frankfurter Sicht hielt sich hingegen der Medaillenglanz in Grenzen, nur Niklas Ohff (60 kg) schaffte den Sprung auf den Bronzeplatz. Der Deutsche Meister Nico Brunner (96 kg) unterlag gleich in seinem Auftaktkampf gegen Ulazimir Auramtsau (Weißrussland) mit 2:6 Wertungspunkten und schied aus, da der Weißrusse das Finale verfehlte. Platz 7 für Brunner, der in der Wertung dieser Gewichtsklasse einen Rang vor Christoph Matz landete, der ebenfalls gegen den Weißrussen mit 2:8 unterlag. Auramtsau verlor das Halbfinale gegen den Norweger Felix Baldauf, damit blieb den beiden Ringern aus dem Leistungszentrum Frankfurt(O.) der Weg über die Hoffnungsrunde verwehrt, denn nur die Kontrahenten der Finalisten können erneut in die Kämpfe eingreifen.

Auch der Deutsche Vizemeister Nils Böhm (74 kg) kam über den 8. Platz nicht hinaus, Böhm gewann zwar seinen Auftaktkampf gegen Denis Horvath (Slowakei), unterlag im Viertelfinale jedoch Rajbeck Bisultanov (Dänemark) und schied aus. Gleich zwei Niederlagen musste Felix Pflauger im gleichen Limit hinnehmen, der Sportschüler, der aus dem bayrischen Burgebrach an die Oder kam, unterlag dem Deutschen Meister Hannes Wagner (Lichtenfels), konnte jedoch in der Hoffnungsrunde weiter kämpfen, da Wagner das Finale erreichte und dort auch Turniersieger wurde. Doch auch da war Anton Korabau (Weißrussland) nicht zu bezwingen, Pflauger schied mit 5:7 Wertungspunkten aus.“Selbst der amtierende Kadetten-Europameister Louis Stumpe (ASV Nendingen) unterlag im ersten Kampf und wurde Letzter, daran sieht man, wie hoch das 'Level' in dieser stark besetzten Kategorie war“, so Juniorentrainer Felix Thätner. Gleiches gilt für das Limit bis 66 kg, wo 20 Ringer über die Waage gingen und für ein hohes Niveau sorgten. Tim Bitterling bezwang Emanouil Azoidis (Griechenland), unterlag dann jedoch Philipp Glücker mit 0:5 Punkten. Lukas Bast verlor gleich seinen Auftaktkampf gegen den A-Jugendlichen Andrej Kurockin (RWG Mömbris-Königshofen) und beendete das Turnier auf heimischen Matten schon nach dem ersten Duell.

Einzig Niklas Ohff (60 kg) gelang der Sprung auf das Treppchen, wie bei den Deutschen Meisterschaften vor vier Wochen, war es erneut Platz drei für den Berliner, der am Leistungszentrum Frankfurt(O.) trainiert und im Zweitligateam des AC Werdau kämpft. Allerdings hat auch er mit Christopher Krämer (TSV Westendorf) einen deutschen Ringer vor sich, was eine EM-Nominierung erschwert, denn der Ringer aus Bayern wurde auch Titelträger bei den Deutschen Meisterschaften und hat seinen Anspruch auf eine Nominierung für internationale Meisterschaften nun auch mit seinem Sieg beim Brandenburg-Cup unterstrichen. Den direkten Vergleich gegen Krämer verlor Ohff mit 0:8. Seinen Auftaktkampf hatte Niklas Ohff gegen Georg Prillinger (Österreich) gewonnen und auch den Kampf um Bronze gewann der Schützling von Frankfurts Juniorentrainer Felix Thätner mit technischer Überlegenheit gegen Thomas Feldner, einem weiteren Österreicher.

„Von den Ergebnissen her hatte ich mir mehr erhofft – dennoch, die Jungs haben fleißig trainiert und werden dafür auch noch den Lohn kassieren“, so Trainer Felix Thätner kämpferisch.