John gewinnt Bronze beim Grand Prix in Dortmund


Dortmund - 250 Ringer aus 29 Nationen kämpften am Wochenende in der Helmut-Körnig-Halle in Dortmund um den Grand Prix der BRD. Sowohl im griechisch-römischen Stil-, aber auch im freien Ringkampf

drückten Weltklasseathleten diesem Wettkampf ihren Stempel auf, allen voran die Ringer aus Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, der Türkei und Polen. Deutschland erreichte durch einen Silberrang durch Georg Harth (74 kg/TKSV Bonn-Duisdorf) im Freistil, sowie insgesamt 10 Bronzerängen den Sieg in der Länderwertung im freien Ringkampf und den 4. Platz, punktgleich mit den Türken im griechisch-römischen Stil.
Angesichts dieser Übermacht- vor allem aus Osteuropa, hingen für die deutschen Ringer die Trauben sehr hoch, dennoch schafften es mit Christian John (130 kg/Eisenhüttenstädter RC), Nick Matuhin (125 kg) und Lennard Wickel (70 kg/beide 1. Luckenwalder SC) drei Ringer aus den brandenburgischen Leistungszentren, sich bis auf die Bronzeränge ihrer Gewichtsklassen zu schieben. Emanuel Krause (57 kg/FR/1. Luckenwalder SC), Marc Wentzke (66 kg/GR/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) und Alexander Grebensikov (59 kg/GR/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) unterlagen gleich in ihren Auftaktbegegnungen und schieden aus dem weiteren Turnierverlauf aus.

Christian John hatte im schwersten Limit der Griechisch-Römisch-Spezialisten nicht allzuviele Kämpfe zu bewältigen. Der Eisenhüttenstädter, der im Bundes-Leistungszentrum Frankfurt(O.) trainiert, unterlag dem internationalen Spitzenringer Nurmakhan Tinaliyev (KAZ) und hätte sich damit im Kampf um Bronze, ebenfalls in einem innerdeutschen Duell mit dem Deutschen Meister Eduard Popp (VfL Neckargartach) messen müssen. Doch Popp hatte sich im Kampf gegen den späteren Sieger aus Kasachstan verletzt und gab im kleinen Finale um Platz drei auf.

Alexander Grebensikov begann furios mit einem schonen Wurf gegen den Schweden Asak Selder, verletzte sich jedoch dabei am Oberschenkel und musste aufgeben. 

Marc Wentzke war in seinem Kampf gegen Yuksel Atakan (TUR) chancenlos und schied aus, da auch der Türke das Finale verfehlte.

Insgesamt gesehen hielt sich der deutsche Jubel in Dortmund in Grenzen, zudem das I-Tüpfelchen, ein Turniersieg fehlte. "In einigen Gewichtsklassen sind wir ganz gut dabei, doch in anderen Kategorien haben wir noch eine Menge Arbeit", so DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis, der allerdings auch auf das äußerst hohe Niveau dieses Wettkampfes mit vielen Weltklasseringern verwies.