Frankfurter chancenlos beim Pytlashinski-Turnier in Danzig


Einmal mehr war der polnische Grand Prix, der diesmal statt in Warschau, in Danzig ausgetragen wurde, ein Turnier der Superlative, 106 Ringer aus 19 Nationen nutzten das Pytlashinski-Turnier (benannt nach einem erfolgreichen, polnischen Ringer)zur Standortbestimmung vor den Weltmeisterschaften Anfang September in Taschkent.
Selbst der einstige Führer der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc Lech Walesa ließ es sich nicht nehmen, die Kämpfe zu verfolgen ebenso wie Darius Michalczewski, der einst die Massen mit seinen Boxkämpfen begeisterte.
 
Einige internationale Verbände nutzten den Wettkampf, um ihre WM-Mannschaft zu nominieren. So auch das deutsche Team, bei dem sich Bundestrainer Michael Carl in einigen Gewichtsklassen noch nicht 100 %ig sicher war. "Wir wollen in diesem Teilnehmerfeld, das bespickt ist mit Medaillengewinnern von WM und EM ordentlich mitringen", so die Forderung von Michael Carl, der am Samstag zudem seinen 35. Geburtstag feierte.
 
Vom Frankfurter Ringerstützpunkt nahmen 4 Sportler teil. Damian Hartmann (75 kg) hatte im ersten Kampf ein deutsch-deutsches Duell gegen Pascal Eisele zu bestreiten, was er durch eine Unachtsamkeit im Boden verlor. Da sein Gegner den Finaleinzug verpasste, war Damian leider ausgeschieden.
Christian John (130 kg) startete mit einem Sieg gegen den Russen Chesnokov. Doch bereits im nächsten Kampf war für „Bärchen“, wie er von allen genannt wird, Endstation. Denn sein Bezwinger Hryshchanka (Weißrussland) verpasste ebenfalls den Finaleinzug. Er heimste trotzdem das Lob des Bundestrainers Michael Carl ein: "... er konnte zwar nicht in die Medaillenkämpfe eingreifen, glänzte jedoch mit viel Kampfgeist“. Für Alexander Grebensikov (59 kg) und Marc Wentzke (66 kg) war der Wettkampf bereits vorzeitig nach Auftaktniederlagen beendet. Der mitgereiste Frankfurter Stützpunkttrainer Felix Thätner sieht noch viel Arbeit auf die Oderstädter zukommen: „Die Trauben hängen international noch zu hoch für unsere Jungs, aber trotzdem haben sie nicht ihr gesamtes Potenzial ausgeschöpft“.