23. Internationaler Brandenburg-Cup im Ringen


Frankfurt(O.) - Der Internationale Brandenburg-Cup wächst weiter, 430 Nachwuchsringer aus 14 Nationen kamen am Wochenende an die Oder, um eine erste, große Standortbestimmung in dieser noch jungen Saison vorzunehmen.Auch für die 40 Ringer und Ringerinnen des RSV Hansa 90 Frankfurt(O.), sowie viele weitere Athleten, die am Leistungsstützpunkt in Frankfurt(O.) trainieren, jedoch für ihre Heimatvereine starten, war das Turnier auf heimischen Matten eine Feuerprobe.

Mit einem souveränen Turniersieg durch Eileen Friedrich (58 kg) bei den Frauen, glänzte der RSV Hansa 90 Frankfurt(O.), zudem vor allem Leistungszentrum aus Polen und Schweden gute Konkurrenz entsendet hatten. Eileen Friedrich gewann alle vier Begegnungen vorzeitig und sicherte sich damit die Goldemedaille bei diesem heimischen Turnier. In der Vorrunde bezwang Eileen Friedrich ihre Kontrahentinnen Nina Ahlsdorf (AC Lichtenfels), Margarita Smoliakova (Kaliningrad/RUS) und Michelle Dämmrich (AC Werdau). Das Finale bestritt die Ringerin aus Pillgram gegen Laura Hinsche, die seit letzter Saison aus Potsdam ins Leistungszentrum nach Frankfurt(O.) rückte.

Auch Francy Rädelt (75 kg/Frauen) stand bei der Siegerehrung auf dem obersten Treppchen, wobei die 5. der Junioren-Weltmeisterschaften nur einen Kampf gegen Camilla Hansen (Schweden) bestreiten musste, den sie mit technischer Überlegenheit (10:0) vorzeitig gewann.

Der RSV Hansa 90 schickte auch viele junge Nachwuchsathleten in der C/D-Jugend auf die matte, hier kämpfte sich Michel Steglich (23 kg) mit vier Schultersiegen auf das oberste Treppchen.

Eine- von drei Silbermedaillen steuerte Luzie Manzke (63 kg/weibliche Jugend) dem Gesamtergebnis des RSV Hansa 90 bei, die gleich im ersten Duell gegen ihre Trainingsgefährtin Eveline Neumann antreten musste, die sie kurz vor Ende der Begegnung schulterte. Nach dem Sieg über Franziska Berger (Berlin), die ebenfalls im Stützpunkt Frankfurt(O.) trainiert, stand Luzie Manzke im Finale, dass sie gegen Anzela Titenko (Kaliningrad/RUS) verlor. 

Mit drei vorzeitigen Siegen über Jessica Mattmüller (RC Chemnitz), Jenny Blachut (RVE Lugau) und Amy Zech (RSV Hansa 90) kämpfte sich Serena Böhlke (56 kg/weibl. Jugend) bis ins Finale, wo ihr Siegeszug von der Schwedin Johanna Lindborg gestoppt wurde. Silber damit für die Frankfurterin beim heimischen Turnier.

Auch bei den C/D-Jugendlichen gab es eine Silbermedaille für den RSV Hansa 90 Frankfurt/O., die durch Diego Kästner (25 kg) erkämpft wurde, der im Finalduell gegen Finn Kühn vom SV Luftfahrt Berlin bezwungen wurde.

Gleich vier Bronzemedaillen erkämpften Jenny Kunze (38 kg/weibliche Jugend), Sabrina Schönemann (34 kg/weibliche Jugend), Jaqueline Eckrath (65 kg/weibliche Jugend) sowie Marc Nickel (54 kg/Kadetten), während Jessica Wolf (49 kg/weibliche Jugend), Amy Zech (56 kg/weibliche Jugend), Hannes Unglaube (54 kg/B-Jugend), Anne Krüger (69 kg/Frauen) und Hannes Müller (54 kg/C-D-Jugend) knapp am Podium vorbei schlitterten und 4. Ränge erzielten.

Mit diesen Leistungen, sowie weiteren drei 5.- und zwei 6. Rängen erzielte der Ringernachwuchs des RSV Hansa 90 Frankfurt(O.) insgesamt 177 Punkte und kam damit unter 73 angereisten Vereinen, hinter Dorog Ungarn und Team Skane Schweden auf Rang drei. 

Weitere Turniersiege erzielten Debora Lawnitzak (60 kg/weibl. Jugend/Berlin), Alexander Ginc (54 kg/Kadetten), dessen Bruder Andrej Ginc (58 kg/Kadetten), Anthony Foth (63 kg/Kadetten/alle aus Torgelow) und Chris Militzer (54 kg/B-Jugend/Pausa), die allesamt an der Eliteschule des Sport's in Frankfurt(O.) lernen und trainieren. 

Viel Lob gab es von den angereisten vereinen für die Organisatoren, die seit Wochen mit den Planungen beschäftigt waren und das Marathon-Turnier auch nahezu reibungslos über die Bühne brachten. „Bei dieser Masse an Athleten, bleiben einige, kleine Fehler nicht aus, doch ich denke, dass dieses Turnier den Teilnehmern und Trainern noch lange in Erinnerung bleiben wird“, so Michael Kothe, der als Landestrainer für den weiblichen Bereich-, aber auch als Vereinspräsident des gastgebenden RSV Hansa 90 fungiert.

„Auch wir organisieren ein großes Turnier, wissen was da alles dran hängt und ziehen vor den Frankfurtern den Hut“, zollte der Vorsitzende des KSV Pausa Ulrich Leithold dem Organisationsteam Respekt, Pausa war 2013 Ausrichter der Deutschen Meisterschaften der Männer im griechisch-römischen Stil. Für das Team um Maik Bitterling, war der Internationale Brandenburg-Cup, nach dem FILA-Turnier der Junioren im Mai, sowie den Deutschen Juniorenmeisterschaften im Februar bereits das dritte große Ringerevent in diesem Jahr.