3 deutsche Siege in Frankfurt Oder


Frankfurt(O.) - 3 deutsche Siege gab es am vergangenen Samstag beim 14. Internationalen Brandenburg-Cup der Junioren im griechisch-römischen Stil, in Frankfurt(O.).

3 zweite Plätze und 5 Bronzeränge rundeten die gute Bilanz der deutschen Ringer bei diesem mit 110 Ringern aus 15 Nationen stark besetzten Wettkampf ab, ein Gesamtergebnis, dass auch Platz eins in der Länderwertung vor Polen und Weißrussland bedeutete. Schweden, Frankreich und Rumänien folgten auf den Rängen vier, fünf und sechs.

Einen waren Augenschmauß gab es im Limit bis 120 kg, als sich Jello Kramer (GER/ASV Schorndorf) mit dem Polen Rafal Plowiec eine ganz Wurfserie lieferte. Da schnalzte selbst Nachwuchs-Bundestrainer Maik Bullmann mit der Zunge, der sich neben den Turniersieg von Kramer auch über zwei weitere erste Plätze durch Nick Scherer (50 kg/SV Eschbach 1967) und Peter Haase (55 kg/RV Thalheim) freuen durfte.

Im leichtesten Limit bis 50 kg gab es gleich einen deutschen Dreifacherfolg, denn Nick Scherer bezwang im Finale – wie schon bei den Deutschen Meisterschaften in Lünen Daniel Layer (SVG Nieder-Liebersbach), der sich im nordischen Turnier (Jeder gegen Jeden) in den restlichen drei Begegnungen schadlos hielt. „Bei bis zu sechs Teilnehmern wird im nordischen System, also Jeder gegen Jeden gerungen, bei über sechs Teilnehmern im international gängigen K.O.-System“, erklärt Maik Bullmann. Zwei Niederlagen und zwei Siege standen am Ende für den Berliner Abu Gedaev (SV Berlin-Buch) zu Buche, Platz drei für den Ringer aus der deutschen Hauptstadt.

Auch Yasin Yeter (66 kg/KV Riegelsberg) und Alexander Tyschkowski (98 kg/GER/RV Lugau) kämpften sich bis ins Finale ihrer Gewichtsklasse, Yasin Yeter unterlag dort gegen Stefan Clement (FRA), während Alexander Tyschkowski gegen Elias Kousmaren (FIN) mit 1:3 Wertungspunkten das Nachsehen hatte. Kousmaren bezwang im Halbfinale den Deutschen Meister Etka Sever (VfK Schifferstadt), der sich danach mit einem Punktsieg über Yahor Yaskavets (BLR) noch Bronze holte.

Zu einer Neuauflage des Finals von Lünen 2015 kam es gleich im ersten Duell der 84 kg-Klasse, wo Julian Neumaier (KSV Hofstetten) und Ilja Klasner (ASV Schorndorf) aufeinander trafen. Neumaier verletzte sich und musste aufgeben, Klasner kämpfte sich am Ende bis auf Rang drei. Ebenfalls Bronze gab es für Andrej Kurockin (RWG Mömbris-Königshofen), der sich nur dem späteren Sieger Stefan Clement beugen musste. 

Dennis Decker (55 kg/KSV Köllerbach) unterlag im Viertelfinale dem Kroaten Toni Brala, kämpfte sich jedoch über die Hoffnungsrunde in den Kampf um Bronze, wo Mattias Poutanen (FIN) allerdings verletzt aufgab.

Nicht zufrieden war Frankfurt's Juniorentrainer Felix Thätner, dessen Athleten sich im starken Feld nicht behaupten konnten. Der 7. Platz durch Andrej Ginc (60 kg/SAV Torgelow) war noch die beste Leistung eines Ringers aus dem Leistungszentrum Frankfurt(O.) wobei dieser Athlet noch in der jüngeren Altersklasse der Kadetten kämpft. Zumindest für eine kleine Überraschung sorgte Felix Käster (96 kg/KSV Pausa), der den Deutschen Meister Etka Sever (VfK Schifferstadt) mit einem lupenreinen Kopfhüftwurf in die gefährliche Lage brachte und nach Ende der Kampfzeit nur knapp mit 7:8 unterlag. Da Sever das Finale verfehlte, blieb Kästner der Weg über die Hoffnungsrunde verwehrt. Ringer wie Lucas Bast, Chris Schneider, oder Felix Pflauger, die bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften eine gute Leistung boten, erbrachten den internationalen Leistungsnachweis auf heimischen Matten-, vor den Augen des Bundestrainers Maik Bullmann nicht.

Lob gab es von allen beteiligten Nationen für die Organisatoren, die einmal mehr für einen schönen Wettkampf sorgten. Gleich mehrere Delegationen hängen noch einige Tage in Frankfurt(O.) dran, um gemeinsam mit der deutschen Nationalmannschaft zu trainieren. Im Verlauf des Trainingslagers im Leistungszentrum Frankfurt(O.) wird Maik Bullmann das Juniorenteam für die Europameisterschaften in Istanbul (TUR) nominieren.