Alex Ginc und Franz Richter werden Fünfte


Subotica – Es bleibt bei zweimal Gold, einmal Silber und einer Bronzemedaille für die deutschen Kadetten bei den Europameisterschaften in Subotica (SRB), Alexander Ginc (54 kg/SAV Torgelow) und Franz Richter (100 kg/AVG Markneukirchen) standen am letzten Kampftag der Titelkämpfezwar in den kleinen Finals um Bronze, doch beide unterlagen ihren Kontrahenten und beendeten das EM-Turnier auf fünften Rängen in ihren Gewichtsklassen.

Alexander Ginc hatte einen furiosen Auftakt, gegen Zans Lizbovskis (LAT) und Ranet Kaljola (EST) gewann der Ringer aus dem Leistungszentrum Frankfurt(O.) im Rekordtempo durch technische Überlegenheit mit jeweils 8:0 Punkten. Auch im Viertelfinale wieß Ginc seinem Gegner Maksim Nehoda (BLR) mit 8:0 in die Schranken. Im Halbfinale wurde Alexander Ginc vom Georgier Leri Abuladze gestoppt, mit dessen Kampfstil der DRB-Ringer überhaupt nicht zurecht kam. Im kleinen Finale stand Alexander Ginc dem Armenier Tigran Minasyan gegenüber dem er nach einem Wurf und zwei Rollen im Bodenkampf gleich zum Kampfbeginn mit 0:8 unterlag. Damit verpasste Alexander Ginc die Chance zum kompletten 'familieninternen' Medaillensatz, nachdem sein Bruder Andrej am Vortag Silber gewann und dessen Freundin Lisa Ersel zwei Tage vorher gar auf dem obersten Siegertreppchen stand.

Gleiches Szenario im schwersten Limit, denn auch Franz Richter, der sich in die starke Gruppe der schwersten Gewichtsklasse gelost hatte startete furios, im Achtelfinale sorgte der DRB-Ringer gegen Beka Makaridze (GEO) mit zwei sehenswerten Würfen gleich für ein 8:1 zur Pause, doch dann kam der Georgier im zweiten Abschnitt noch bis auf 8:7 heran. Im Viertelfinale wartete der Russe Sharap Alikhanov auf Franz Richter, Alikhanov ging durch einen Schulterwurf schnell in Führung. Mit einer starken 2. Runde kämpfte sich Richter bis auf 5:7 heran, konnte den Kampf jedoch nicht mehr herum reisen. Der Russe kämpfte sich ins Finale und so konnte der Markneukirchner in der Hoffnungsrunde erneut starten, wo er auf Patryk Kaminski (POL) traf.
Der Pole ging mit 4:0 in Führung, doch Richter sorgte mit einem schönen Wurf für das 5:4, den knappen Vorsprung verteidigte er bis zum Ende der vierminütigen Kampfzeit.
Schnell ging es im kleinen Finale: Robert Ersec (HUN) glänzte schon in der Vorrunde mit blitzschnellen Schulterwürfen und auch gegen Richter gelang ihm gleich zum Beginn des Duells um Bronze diese Technik. Mit zwei Rollen im Bodenkampf durch den Ungarn, war der Kampf dann auch schon wieder beendet, Platz 5 für den Markneukirchner, der am Stützpunkt Frankfurt(O.) von Trainer Heinz Thiel betreut wird.

äNicht ganz so gut lief es für Friedrich Fouda (76 kg/ASV Plauen), der gleich im ersten Duell gegen Sergiu Delinchi (ROU) mit 2:6 den Kürzeren zog. Der Plauener hielt lange gut mit, konnte die Punkte des Kontrahenten nicht verhindern, der sich in Runde zwei geschickt den Angriffsversuchen Fouda's entzog. Delinchi unterlag eine Runde später, damit war für Friedrich Fouda das EM-Debüt beendet.

Pech hatte Anthony Sanders (63 kg/ESV München-Ost), der gegen den Tschechen Jakub Bielesz durch ein 2:2 auf Grund der letzten Wertung verlor. Bielesz verteidigte sich geschickt und ließ keine Wertung des deutschen Ringers mehr zu.