Neue Ringer-Generation ist in der Spur

Plauen – Bei den Deutschen Meisterschaften der A-Jugend, die am Wochenende im vogtländischen Plauen ausgetragen wurden, setzten sich die Griechisch-Römisch-Spezialisten aus Frankfurt(O.) besonders in Szene, Alexander und Andrej Ginc holten in den Gewichtsklassen 54 kg und 58 kg DM-Gold, Franz Richter setzte sich im schwersten Limit bis 100 kg durch. Maximilian Simon (46 kg) scheiterte nach großer Turnierleistung im Finale und gewann damit Silber.

Vier Ringer aus der Trainingsgruppe von Lehrertrainer Heinz Thiel standen damit am Sonntagmorgen in den Finalkämpfen um die Deutsche Meisterschaft, am Ende jubelte Thiel über drei Titel und einmal Silber, Chris Militzer (58 kg) und Stan Brauer (42 kg) schoben sich in den Finalkämpfen am Sonntagmorgen noch auf den 6. Platz ihrer Gewichtsklassen.

"Doch es war nicht nur der Gewinn der drei Titel, auch die Art und Weise beeindruckte, denn Alexander und Andrej Ginc, sowie Franz Richter ließen zu keinem Zeitpunkt der Kämpfe Zweifel aufkommen, sie haben souverän gekämpft und verdient gewonnen", freut sich auch Nachwuchs-Bundestrainer Maik Bullmann auf die künftige Zusammenarbeit, denn die A-Jugendlichen (Kadetten) sind der jüngste Jahrgang, der unter dem Dach des Ringer- Weltverbandes (UWW) internationale Meisterschaften bestreitet.

Überhaupt nichts anbrennen ließ Alexander Ginc (54 kg), der in 6 Begegnungen 76:2 Wertungspunkte erzielte und selbst noch im Finale gegen Leon Racz (RC Chemnitz) mit 16:0 Punkten vorzeitig durch technische Überlegenheit gewann. Einzig gegen Marc Fischer musste der vom SAV Torgelow kommende Sportschüler zwei Wertungspunkte abgeben, gewann jedoch noch mit 17:2 vorzeitig durch technische Überlegenheit gegen den Südbadener. Sein Bruder Andrej beherrschte das Limit bis 58 kg genauso souverän, musste in der mit 26 Ringern teilnehmerstärksten Kategorie gar noch einen Kampf mehr bestreiten und kam nach 7 Duellen auf 66:4 Zähler in seiner Gesamtbilanz. Eine gute, taktische Leistung bot Andrej Ginc gegen Luca Lauble (KSV Hofstetten), der zu den größten Konkurrenten um den deutschen Meistertitel gehörte. Am Ende siegte Andrej Ginc mit 5:2 Punkten. Im Finale setzte sich der Schützling von Heinz Thiel mit 4:1 gegen Dennis Hergert (KSV Efferen/NRW) durch. 

Franz Richter (100 kg) gewann in den Vorrundenbegegnungen souverän, im Gruppenfinale bezwang der 17-jährige gegen den Lokalmatadoren Kevin Drehmann vom KSV Pausa mit 4:0 Wertungspunkten. Damit stand Richter, der bei Einzelmeisterschaften für seinen Heimatverein AV Germania Markneukirchen auf die Ringermatte tritt und im Vogtland selbst 'Heimvorteil' hatte, im Finale. Dort bezwang er vor 650 (!) begeisterten Zuschauern nach sehenswertem Schulterwurf und guten Bodentechniken Matthias Wimmer vom SV Hallbergmoos mit 8:0. 

Einen starken Auftritt hatte in Plauen auch Maximilian Simon (46 kg), der nach einer Armverletzung 4 Wochen nicht trainieren konnte und sich dennoch mit 4 Siegen bis ins Finale seiner Gewichtsklasse kämpfte. Erst da wurde der junge Ringer, der vom SV Weißwasser kommt, gebremst. Platz zwei für den kleinen Ringer mit dem großen Kämpferherz. 

Eine neue Ringergeneration steht in Frankfurt(O.) bereit, die viel Talent mitbringt, Rohdiamanten, die noch geschliffen werden müssen, die Generation Tokyo 2020.