Entscheidungskampf um die Medaillenvergabe

Frankfurt(O.) - Am Samstag sind in der Regionalliga Mitteldeutschland die vier Spitzenteams der Regionalliga Mitteldeutschland unter sich, wenn die KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt auf den Tabellenzweiten SV Luftfahrt Berlin II trifft und Tabellenführer RV Lübtheen den Zweitligaabsteiger RC Germania Potsdam empfängt, der unbedingt den sofortigen Wiederaufstieg erreichen möchte.

Die besten Karten für den Staffelsieg hat derzeit noch der RV Lübtheen, die Ringer aus Mecklenburg-Vorpommern könnten mit einem Sieg über Potsdam alles klar machen und den Meistersekt im Eisfach ganz nach vorn schieben. Potsdam dagegen will sich mit einem Sieg in Lübtheen alle Möglichkeiten offen halten, selbst noch Staffelsieger zu werden.

Bei der KG Frankfurt(O.)Eisenhüttenstadt, die gegen Berlin den letzten Saison-Heimkampf bestreiten wird, hatte man im Vorfeld gar nicht mit einer Spitzenposition in dieser stark besetzten Staffel gerechnet. KG-Trainer Sebastian Möser verjüngte sein Team stark, holte Freistilnachwuchs aus Luckenwalde dazu, „... und auf einmal wuchsen die jungen Burschen über sich hinaus“, freute sich der Coach vor allem über den Zusammenhalt und jugendlichen Ehrgeiz seines Teams.

Bitter wurde es nach den Verletzungen von Marcus Thätner und Florian Crusius, die zu den tragenden Säulen der jungen Mannschaft zählen. „Ohne diese Stützen ist es eben schwer, zumal bei vielen jungen Athleten einfach die Kampferfahrung fehlt“, verwies Sebastian Möser auf viele Punkte, die beim letzten Duell in Potsdam immer kurz vor Rundenschluss abgegeben wurden. Dennoch ist diese Mannschaft auch aus Sicht von Mannschaftsleiter Michael Brokowski 'Gold' wert und wird ihren Weg gehen, wenn sie so zusammen bleibt. Hier könnte der Grundstein für das angedachte Team Brandenburg gelegt worden sein. Selbst Hallensprecher Stefan Nemack, einst selbst Leistungsringer, ließ sich erweichen und streifte das Trikot trotz langer Mattenabstinenz noch einmal über, um dem Team zu helfen.

Der SV Luftfahrt Berlin ist ähnlich aufgestellt, Trainer Swen Lieberamm hat viele junge Ringer zur Verfügung, die sich bewähren wollen, um einmal den Sprung ins erste Team zu schaffen, dass in der 1. Bundesliga kämpft und dort für Furore sorgte. Mit Niklas Ohff (55 kg/GR) und Florian Görsch (74 kg/GR) kämpfen im Regionalligateam des SV Luftfahrt auch zwei Athleten, die im Leistungszentrum Frankfurt(O.) lernen und trainieren.

„Es wird ein spannender Kampf und wenn alles optimal läuft könnte es auch sein, dass wir Berlin mehr als nur ärgern“, hofft Sebastian Möser, dass seine Nachwuchsringer den verletzungebedingten Ausfall von Marcus Thätner und Florian Crusius nutzen, um einmal aus deren Schatten heraus zu treten. Rückhalt von den Rängen könnte dabei nicht schaden – im Gegenteil, vielmehr motivieren. Die Begegnung zwischen der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt und dem SV Luftfahrt Berlin II wird ab 19:30 Uhr in der Brandenburg-Halle im Sportzentrum Frankfurt(O.) angepfiffen.

Bereits ab 17:30 Uhr stehen sich die Nachwuchs-Mannschaften der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt und dem RC Germania Potsdam im Kampf um den 5. Platz der Jugendligatabelle gegenüber. Den Hinkampf hatten die Schützlinge des Trainergespanns Heinz Thiel/Jan Kramarczyk in der Vorwoche bereits siegreich bestritten.

An der Abendkasse gibt es zudem die Karten für die Ringer-Weihnachtsfeier am 9. Dezember, die wie auch schon in den Vorjahren ein schöner Abschluss des Kalenderjahres für die Ringerfamilie werden soll.