KG-Youngster unterliegen knapp gegen Berlin II

Frankfurt(O.) - Die Regionalligaringer der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt haben ihren letzten Saison-Heimkampf gegen die 2. Mannschaft des SV Luftfahrt Berlin mit 18:21 verloren.

Thomas Passow (74 kg/FR) sorgte im letzten Duell noch einmal für Jubel im Lager der Gastgeber, als er Artem Grinko in der zweiten Runde auf beide Schultern drückte, doch war dieser Sieg am Ende nur noch Ergebnisskosmetik.

Dabei hätte es auch einen anderen Kampfverlauf geben können, vor allem Steven Müller (66 kg/FR) hatte Möglichkeiten, einen Überraschungserfolg zu verbuchen und das 'Ruder' zu Gunsten der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt herumzureisen. Doch einen Vorwurf von KG-Trainer Sebastian Möser gab es an den 16-jährigen Youngster nicht. „Die jungen Ringer müssen einfach noch Kampferfahrungen sammeln, diese Zeit muss man ihnen einfach lassen“.

Einer der seine gesamte Erfahrung ausspielte, war Patrick Nagler. Der 29-jährige, im besten Ringeralter, gehört bei der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt schon zu den 'Alten Herren'. Am Samstagabend trat Patrick Nagler genaugenommen gegen seinen Heimatverein an. „Ja, ich habe beim SV Luftfahrt Berlin mit dem  Ringen angefangen und bin 1997 ins Leistungszentrum nach Frankfurt(O.) gekommen und dann hier an der Oder hängen geblieben“, so Nagler, der jedoch keine Brisanz darin sah, dass es nun gegen seinen Ex-Verein ging. „Es ist schon so lange her, dass ich dort weg bin und von der ehemaligen Riege war hier keiner mehr mit dabei“, so der KG-Mittelgewichtler, der gegen Lars-Erik Eichler die erste Runde seines Kampfes mit 0:1 verlor. Doch dann legte Patrick Nagler los, holte sich die zweite- und dritte Runde mit schönen, technischen Aktionen zur 2:1-Rundenführung. „Eigentlich war ich schon nach der zweiten Runde richtig platt“, hatte der Frankfurter im vierten Durchgang ein Tief zu überwinden, der Berliner witterte seine Chance und glich wiederum zum 2:2 aus und so musste der 5. Durchgang über Sieg und Niederlage entscheiden. Dort legte Patrick Nagler noch einmal richtig los und gewann die Runde nach einem sehenswerten Wurf und zwei Konterattacken mit 6:2. Riesen Applaus nach diesem 5-Runden-Duell, dass Patrick Nagler mit 3:2 für sein Team aus dem Feuer riss. "Damit hat der 'Routinier' den jungen Athleten gezeigt, wie man mit schönen, schnellen Aktionen den Gegner überrascht", sieht Trainer Sebastian Möser im Auftritt seines Mittelgewichtlers auch ein ganzes Stück Vorbildwirkung für die Youngster.

„Ich bin zwar kaputt, aber es hat richtig Spaß gemacht“, strahlte der Sieger, der erst nach seiner Armeezeit bei der Bundeswehr wieder auf die Matte trat. Nach einigen Jahren Mattenabstinenz bin ich vergangenes Jahr wieder eingestiegen und fühle mich inmitten dieser jungen 'Horde' richtig wohl“, so Nagler,d er den Heißspornen für ihre bisherige Saisonleistung Respekt zollt.

Der Rest des KG-Teams hatte ein Durchschnittsalter von nicht einmal 18 Jahren und die machten es dem Tabellenzweiten SV Luftfahrt berlin richtig schwer. Christoph Matz (96 kg/GR), Felix Wolf (66 kg/GR), Richard Mahn (84 kg/GR) und im letzten Duell Thomas Passow holten neben Patrick Nagler die weiteren Siege für die KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt. Nicht auszudenken, wenn die Kampfgemeinschaft mit Marcus Thätner, Florian Crusius (Verletzungen) und Fabian Jänicke (Ausbildung) auf die Matte getreten wäre... Doch so rutschen die Schützlinge von Trainer Sebastian Möser nach der Heimniederlage und dem gleichzeitigem Auswärtssieg des RC Germania Potsdam beim Tabellenführer RC Lübtheen, aus den Medaillenrängen, auf den 4. Platz.